So oder so ähnlich habe ich es auf Facebook vor ein paar Wochen gelesen und ich finde die Idee so schön! Ich finde es so interessant zu erfahren, was eigentlich hinter einem Foto steckt. Welche Emotionen das Foto bei einem auslösen und aus diesem Grund möchte dir auch eine Geschichte erzählen. Aber nicht hinter einem Foto, sondern eher zu einer kleinen Fotoreihe.

Auf den Fotos kannst du meinen ersten Hund sehen. Johnny. Ein kleiner Dackelmischling, der mir so unheimlich viel beigebracht hat. Wir konnten zusammen so viele Menschen zum staunen bringen, weil alle immer erzählt haben „Einem Dackel kann man nichts beibringen, der ist viel zu stur“.

Kurz zwischen geworfen: Ich vertrete sowieso die Meinung, dass man jedem Hund etwas beibringen kann! Egal wie alt er ist oder welche Rasse er hat. Die einen lernen halt schneller und die anderen brauchen eben etwas länger.

Aber zurück zu Johnny. Johnny kam zu uns, als ich gerade sechs Jahre alt geworden bin. Ich habe mir so lange einen eigenen Hund gewünscht und an meinem Geburtstag sind wir losgefahren und haben uns Johnny angeguckt. Er ist auf einem Bauernhof groß geworden, mit ganz vielen anderen Hunden. Einen Tag später haben wir ihn abgeholt.

Als er ein halbes Jahr alt war, haben wir angefangen zu klickern und daran so schnell unseren Spaß gefunden. Er war einfach immer gut drauf und für jeden Spaß zu haben.

Die Jahre vergingen und irgendwann war er 9 Jahre alt. Eines Abends hustete er ganz schlimm. Einen Tag später saßen wir beim Tierarzt und uns wurde gesagt, dass seine linke Herzklappe nicht mehr richtig schließt. Uns wurde aber auch gesagt, dass er damit ein halbes Jahr, oder noch fünf Jahre ohne Probleme leben könne, natürlich mit Medikamenten, die wir ihm von diesem Tag an gaben. Das es schlussendlich doch nur noch ein halbes Jahr sein sollte, hätte ich im Leben nicht gedacht.

Diese Fotos entstanden genau eine Woche vor seinem Tod. An diesem Tag war er so gut drauf und ist lange mit Tobi und mir mitgekommen und hat nur ganz selten gehustet. Wir waren zweieinhalb Stunden unterwegs und haben immer wieder Pausen gemacht, in denen diese Fotos entstanden sind.

Einen Tag bevor er gestorben ist, ging es ihm auf einmal schlagartig schlechter. In dieser Nacht ist er dann auch ganz friedlich eingeschlafen. Am nächsten Tag kam Papa in mein Zimmer früh morgens und das erste was ich sagte war „Ist Johnny tod?“.

Ich weiß auch nicht warum ich das gefragt habe. Vielleicht habe ich es gespürt, oder in Papas Augen gesehen. Johnny hat sich in den Flur gelegt und ist da eingeschlafen.

Ja, dass ist für mich die Geschichte hinter diesen Bildern.

Und obwohl es jetzt schon drei Jahre her ist, kommen mir immer noch die Tränen, während ich das hier alles schreibe. Ich hoffe es geht ihm gut, da wo er ist. Das er keine Schmerzen mehr hat und ja es ist einfach so wichtig jeden einzelnen Tag zu genießen, weil man einfach nie wissen kann, wann es zu ende ist.

 

 

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